Immer auf dem neuesten Stand: das Bau-Tagebuch

Das für die Sanierung unserer Kirche zuständige Stuttgarter Architekturbüro Blum-Schempp-Haar hat ein Bau-Tagebuch zu den laufenden Arbeiten angelegt.

Dieses finden Sie unter

https://www.bsh-architekten.de/projekte/taeufer-johannes-kirche

 

 

 

Hoch hinaus - die Turmsanierung

Im September begann die Sanierung des Kirchturms mit der Demontage der Zeiger und Zifferblätter der Turmuhren. Im Anschluss erfolgte der Abbruch der Schindelfassade und des darunterliegenden Putzes. Dadurch erst wurde die Holzfachwerkkonstruktion des Turmes sichtbar. Nach der Begutachtung durch eine Statikerin wird deutlich, dass ein Austausch unumgänglich ist.

Da sich im früheren Kalk-Zementputzes des Kirchturms Risse zeigten - dieser war wohl für Schwingungen infolge des Glockengeläuts nicht elastisch genug, wurde im Jahr 1989 beschlossen, eine zusätzliche Schindel-Verkleidung anzubringen. Leider waren nun Probleme durch Feuchtigkeit und Mikroorganismen die Ursache für die starke Schädigung der Holzkonstruktion.

Mit Entkopplungsmatten aus Schilfrohr soll die ursprüngliche Putzfassade wieder hergestellt werden.

Stein auf Stein

Im August haben die Steinmetze ihre Arbeit aufgenommen. Gestartet wurde mit einer Heißwasserdampfreinigung. So wurden die umfangreichen Schäden gut sichtbar. Viele Fugen mussten erneuert werden, einige Eckquader werden komplett ersetzt.

Es geht "sichtbar" voran...

Der mit Salzen belastete Putz wurde bis zur Höhe der Fensterbänke abgebrochen und entsorgt. Der bestehende Putz oberhalb der Fensterbänke bleibt erhalten, die Altfarbe wurde mit einer Hochdruckreinigung entfernt. Zum Abschluss werden alle Putzflächen mit einem neuen Oberputz aus Trass-Kalk überzogen.

Was unter den Ziegeln passierte...

Im Dachstuhl unserer Täufer-Johannes-Kirche hatten sich die Zimmerleute eine komplette Werkstatt eingerichtet. Und es gab viel zu tun: zahlreiche Balken waren durch Insekten, Schimmel oder auch durch eingedrungenes Wasser beschädigt und mussten teilweise - manche auch komplett - ausgetauscht werden.

Ungewohnte Einblicke

Auch auf der Südseite des Daches mussten Balken saniert bzw. ausgetauscht werden. Die Handwerker freuten sich zwar über das trockene April-Wetter, die ungewöhnlich hohen "Frühjahrs"-Temperaturen setzten ihnen an dieser erhabenen Position allerdings ganz schön zu.

Himmelspforte?

Nein - das sollte nicht der zukünftige Zugang zu unserer Kirche werden. Doch diese neue "Eingangstür", die Anfang April installiert wurde, erleichterte den Zimmerleuten ihre Arbeit sehr. Vorher musste man über eine auszuklappende "Leiter" von der Kirchengalerie aus durch den Glockenturm in das Dachgeschoss einsteigen. Das waren lange Wege und mit Werkzeug und Material schon gar nicht zu bewältigen. Über die Außentreppe in Kombination mit dem Gerüst ließ sich das alles sehr viel einfacher bewerkstelligen.

Sicherheit geht vor: das Innengerüst

Auch im Innenraum unserer Kirche wurde ein Gerüst aufgebaut, das den Handwerkern die Bearbeitung der Innenraumdecke auch von unten ermöglicht.

"Gut gerüstet" - das Baustellengerüst wird aufgebaut

Ende März wurde mit dem Aufbau des Baugerüstes begonnen. Stück für Stück wurde unsere Kirche eingerüstet und die Baustelle gesichert. Die gesamte Giebelseite wurde abgehängt, damit keine herabfallenden Teile auf Passanten oder Autos fallen können.

Die Orgel wird "baustellensicher" verpackt.

Unsere Kirchenorgel kann nicht einfach abgebaut werden - sie bleibt auf jeden Fall "vor Ort", muss allerdings vor allem vor Staub und möglichen Beschädigungen geschützt werden. Für die Fachleute der Orgelbau-Firma kein Problem, alle Bestandteiel des empfindlichen Instrumentes werden fachgerecht "eingepackt" und harren nun der Dinge bis zur hoffentlich baldigen "Enthüllung" im frisch sanierten Umfeld...

Es geht los - die Kirche wird geräumt.

Zum Ausräumen unserer Täufer-Johannes-Kirche haben sich am Samstag, dem 22. Februar 2020 viele fleißige Helfer*innen eingefunden. Die Kirchenbänke wurden losgeschraubt,  Schränke ausgeräumt, Wertsachen und Historisches sicher verpackt und einiges konnte auch entsorgt werden. Mit einem spontanen "Vesper" im Gemeindehaus haben sich die Kirchengemeinderät*innen für die tolle Unterstützung bedankt.